Das Vorstellungsgespräch - Planen Sie Ihren Tag richtig!
Planen Sie den gesamten Tag richtig und überlassen Sie nichts dem
Zufall. Das mag auf den ersten Blick übertrieben klingen, vermindert
aber den Stressfaktor am Tag des Bewerbungsgesprächs erheblich.
Dresscode
Als erstes ist die Kleidungsfrage zu klären. Planen Sie rechtzeitig,
was Sie tragen möchten, da manches vielleicht noch gereinigt oder
gewaschen werden muss. Kleiden Sie sich seriös, aber nicht
aufdringlich. Keine Experimente!
Ein einheitlicher Dresscode existiert nicht, alles geht, solange es
gepflegt wirkt und Sie sich darin wohl fühlen. In der Banken-,
Versicherungs- und Beraterbranche kommt eine konservative Garderobe nach
wie vor gut an, bei kreativen und innovativen Berufen ist der klassische
Business-Look eher out. Trotzdem ist schlicht und dezent immer die eher
richtige Richtung.
Wenn Sie sich für das Bewerbungsgespräch neu einkleiden, tragen Sie
das Outfit vorher mindestens einmal, damit Sie nicht verkleidet wirken
und Sie wissen, ob Sie sich dauerhaft darin wohl fühlen. Auf dem Weg
zum Gespräch festzustellen, dass der Rock zu kurz ist oder die Hose
beim Sitzen kneift, verunsichert zusätzlich.
Auch bei der Frisur ist der Schnitt nicht so entscheidend wie der
gepflegte Eindruck. Sehr lange Haare bei Männern kommen bei vielen
Personalchefs nicht gut an, ebenso wenig wie dick aufgetragene Schminke,
auffälliger Schmuck (niemals Piercing) und aufdringliches Parfum beim
weiblichen Geschlecht. Wenn Sie die Gelegenheit haben, herauszufinden,
wie der Kleidungsstil im Unternehmen ist, nutzen Sie dies: Sie sollten
sich ein wenig über diesem Standard einordnen.
Was sollten Sie dabei haben?
Nehmen Sie alle für Sie wichtigen Unterlagen mit. Verstauen Sie
diese möglichst in einer Business-tauglichen Handtasche bzw. einem
Aktenkoffer. Sie sollten auf jeden Fall Ihre kompletten Bewerbung, die
Liste mit den Firmendaten, eine Liste mit Fragen zum
Unternehmen, die Sie beantwortet haben möchten, eine
Anreiseskizze, Ihren Terminkalender sowie Papier und Stifte mit sich
führen. Wenn Sie diese Unterlagen haben, halten Sie auch noch die
Stellenanzeige, die Einladung und eventuell den Personalfragebogen
bereit. Um sich auf der Anreise bzw. während einer möglichen Wartezeit
abzulenken, könnten Sie sich eine Tageszeitung oder ein Wochenmagazin
als Lektüre mitnehmen.
Reiseplanung und Pünktlichkeit
Planen Sie Ihre Anreise im Detail. Denn wenn Sie nicht pünktlich
sind, starten Sie in Ihr Bewerbungsgespräch schon mit einem dicken
Minuspunkt. Vermeiden Sie an diesem besonderen Tag jeden zusätzlichen
Stress und planen Sie für jeden Abschnitt Ihrer Anreise genügend Zeit
ein, etwa wegen unvermuteter Staus, Verspätung von öffentlichen
Verkehrsmitteln, insbesondere Flügen. Machen Sie sich deshalb vorher
mit dem Anfahrtsweg vertraut. Kümmern Sie sich um die Fahrzeiten von
Bus und Bahn und planen Sie auch das letzte Stück zu Fuß mit ein.
Rechnen Sie auch mit langen Wegen auf dem Firmengelände, zeitraubenden
Sicherheitskontrollen usw. und informieren Sie sich auf jeden Fall bei
größeren Firmenkomplexen, in welchem Gebäude Ihr
Vorstellungsgespräch stattfindet. Falls der Termin sehr früh am Morgen
liegt, sollten Sie vielleicht einen Tag früher anreisen und
übernachten.
Natürlich kommen bei der Anreise zu entfernten Vorstellungsterminen
Kosten auf Sie zu. Wenn das Unternehmen nicht vorab darauf hinweist,
dass es die Kosten nicht trägt, übernimmt der potentielle Arbeitgeber
normalerweise die Kosten für die Fahrt und wenn nötig für Unterkunft
und Verpflegung.
Auch wenn Sie zu gut geplant haben und sehr früh dran sind,
überraschen Sie Ihren Gesprächspartner nicht schon eine Stunde vor dem
vereinbarten Termin. Gehen Sie lieber noch einen Kaffee trinken oder
lesen Sie die mitgebrachte Zeitung. Es ist ok, ca. zehn Minuten vor der
vereinbarten Zeit anzukommen. Denken Sie daran, zu allen, die Sie
treffen, besonders freundlich zu sein, dazu gehören Pförtner, Sekretärinnen
usw.
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